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ETF für Studenten: Geldanlage schon ab 25 Euro monatlich

Autor:
Kim
Stand:
18.1.2021

Das Wichtigste in Kürze:

  • Langfristiger Anlagehorizont schlägt Krisen: Wer in jungen Jahren beginnt, kann im Kurstief günstig und mehr Anteile/Aktien einkaufen.
  • Bei manchen Banken/Direktbanken kann man schon ab 25 € im Monat mit der Geldanlage starten.
  • Anbietervergleich: Die besten Konditionen und Bedingungen für den Vermögensaufbau sichern.
  • Größere freie Geldbeträge in "Tranchen" investieren.
  • Profitipp für Studenten: Direkt am Monatsanfang über einen Dauerauftrag die gewünschte Sparrate investieren.

Neue Stadt, eigene Wohnung, ein neuer Lebensabschnitt. Für viele Studenten offenbaren sich im Studium die ersten ungeahnten Herausforderungen. In vielen Lebensbereichen, vor allem aber im Bereich der Finanzen. Zurecht, denn im Studium ist gerade beim Geld eine gute Übersicht und Planung gefragt. Warum also sollte man sich gleichzeitig noch über seine Finanzen Gedanken machen? Und warum? Lohnt sich das? Aber klar lohnt sich das! Wir zeigen Dir hier, warum es sich für Dich langfristig lohnt!

ETFs für Studenten
ETFs können für Studierende ein gutes Anfangsthema sein

Geldanlage für Studenten: Zu kompliziert und schwer?

Aktien sind riskant. Ich will mein Geld nicht verlieren. Das sind typische Vorurteile, welche nicht nur Studenten von der Geldanlage in Aktien, ETFs und gemanagte Fonds haben. Natürlich, das Invest in ein Unternehmen, eine Branche oder einen Index ist immer mit Risiko behaftet. Gerade die aktuelle Lage rund um Covid-19 zeigt deutlich, das auch die Finanzmärkte auf solche Ereignisse reagieren. Dennoch ist das Risiko, vor allem für Studierende am Anfang überschaubar. Warum? Der erste Vorteil junge Studenten ist vor allem die Zeit.

ETF: Das ist die Anlageform

Ein ETF (engl.: „Exchange Traded Fund”) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Sie bilden den Wert und die Entwicklung eines Index ab (z.B. DAX). Steigt der Dax, so steigt im Regelfall auch der Wert des ETFs, welcher den DAX abbildet. Der Vorteil liegt hier vor allem in einer breiten Streuung, geringen Kosten und einer niedrigen Einstiegshürde. Dadurch das hier nicht in einzelne Unternehmen oder Branchen investiert wird, wird das Risiko für Studenten bei der Geldanlage enorm gemindert. Sollte ein Unternehmen oder eine Branche im Wert absinken, können andere Unternehmen oder Branchen (bei weltweiten ETFs auch Länder) diesen Wertverlust ausgleichen. Weiterhin müssen Studenten beim Geld anlegen keine Börsenprofis sein. Sie brauchen keine detaillierten Kenntnisse über die Fundamental- oder Chartanalyse. Somit müssen sie sich auch nicht stundenlang mit verschiedenen Unternehmen und deren Jahresabschlüssen auseinandersetzen. Es reicht, sich mit den verschiedenen ETFs auseinanderzusetzen. So bietet es sich beispielsweise an, je nach Sparbetrag im Monat, mit einem globalen ETF zu starten. Dieser streut das Risiko auf viele Länder, Branchen und Unternehmen.

Ein langfristiger Horizont gleicht Krisen aus

In den letzten 100 Jahren gab es einige, fatale Krisen, welche deutliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte hatten. Viele Anleger haben sehr viel an Depotwert verloren. Depotwert? Ja Depotwert! Der Verlust im Depot ist nicht gleichzeitig ein realisierter Verlust. Ein realisierter Verlust ist es erst dann, wenn die Anteile oder Aktien auch verkauft werden. Denn: Jede Krise wurde bisher mit der Zeit auch wieder überwunden und die Finanzmärkte erholen sich. Studenten, die früh mit dem Investieren in ETFs beginnen, können solche Krisen also getrost aussitzen. Besser noch: Solche Zeiten können Studierende nutzen, um für den gleichen Betrag, mehr Anteile zu kaufen.

Die Sache mit dem Anlagebetrag: Studenten ohne freies Kapital

Natürlich sind Studenten immer knapp bei Kasse. Wie soll man hier noch Geld zur Seite legen? Hierzu sei gesagt, dass Studenten bei vielen Banken oder Anbietern schon ab 25 € im Monat starten können. Oftmals sind diese Sparpläne auch kostenfrei. 

Lohnt sich Geld anlegen mit kleinen Beträgen?

Definitiv! Wer regelmäßig in thesaurierende ETFs investiert, profitiert vom Zinseszins-Effekt. Thesaurierende ETFs sind, welche z.B. Dividenden automatisch reinvestieren. Somit werden die Dividenden nicht auf das Konto gebucht, sondern direkt in neue Anteile investiert. 

Geld anlegen für Studenten: Der stärkste Verbündete ist die Zeit

Selbst wenn ein Student mit 20 Jahren beginnt, gleichbleibend 25 Euro im Monat zu investieren, so hätte er durch Wertsteigerungen und den Zinseszinseffekt einen beachtlichen Betrag zusammen. Natürlich, gehen wir davon aus, dass Studenten nach dem Studium mehr als 25 € im Monat investieren können. Das Geld arbeitet für Euch, nutzt den Hebel.

Regelmäßige Einzahlungen lohnen sich

Selbst große Beträge, welche man zur Verfügung hat, sollten bei der Geldanlage nicht auf einmal in einen ETF gesteckt werden. Es bietet sich an, hier in sogenannten "Tranchen" zu investieren. Das bedeutet, den verfügbaren Betrag in kleiner Teilbeträge zu brechen und entsprechend zu investieren. Häufig ist das monatlich oder zweimal im Monat. Übrigens: Im Idealfall lässt man das automatisiert über einen Sparplan ablaufen. So läuft man nicht Gefahr, auf die besten Preise zu warten, sondern profitiert vom sogenannten Cost-Average-Effekt.

Ein Tipp für Studenten bei der Geldanlage

Oftmals ist am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig. Der Satz trifft sehr oft zu, somit lässt sich dann natürlich nichts mehr in den Vermögensaufbau als Student stecken. Daher ist es ratsam, direkt zu Monatsbeginn, einen Dauerauftrag über den Wunschbetrag einzurichten. Dieser geht dann regelmäßig direkt am Anfang vom Konto und kann nicht mehr ausgegeben werden.

Anbietervergleich vor dem Start

Bevor Studenten mit der Geldanlage und dem Vermögensaufbau starten, lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter für das eigene Online-Depot. Oftmals ist der Gang zur eigenen Filialbank nicht der Beste. Hier werden häufig Gebühren fällig, welche man sich sparen kann. Denn vor allem ETFs sind unschlagbar günstig. Daher sind diese bei vielen Beratern, welche Provisionen erhalten, auch denkbar unbeliebt. In vielen Fällen ist es also eine Überlegung wert, bei einer Direktbank direkt ein kostenloses Online-Depot zu eröffnen. Sobald man sein Depot eröffnet hat, ist der Kauf denkbar einfach. Man benötigt lediglich die Wertpapier-Identifikationsnummer (ISIN) oder die Kennnummer (WKN) des gewählten ETFs und schon sollte dieser angezeigt werden.

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